NTC Köln

Erfahrungsbericht von Bernd Fromme

Erfahrungsbericht von Bernd Fromme

Bernd Fromme ist gebürtiger Kölner, 63 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Köln-Porz.

Den 6. Dezember 2013 wird Bernd Fromme so schnell nicht vergessen, denn dieser Tag veränderte sein Leben. Durch eine Unachtsamkeit mit dem Rad stürzte er schwer, überdehnte sich den Nacken und die Bandscheibe in Halshöhe verrutschte. Danach folgte erst mal der Schock: Querschnittsgelähmt. Aber Bernd Fromme hatte Glück im Unglück. Das Rückenmark war traumatisiert, aber nicht verletzt. Nach der ersten Station in der Uniklinik und einer Operation an der Bandscheibe war die zweite Station Duisburg. 4 Monate stationäre Reha. Dort lernte Bernd Fromme wieder zu laufen . Seine dritte und letzte Station war das Neurolgosiche Therapiecentrum (NTC) in der Kölner Innenstadt. Hier absolvierte er eine ambulante Reha, beginnend im April 2014.

Herr Fromme, mit welchem Krankheitsbild sind Sie ins Neurologische Therapiecentrum gekommen?

Bernd Fromme (BF): Ich hatte nach meinem Fahrradunfall eine überdehnte Wirbelsäule. Ein Wirbel musste ausgetauscht werden. Eine Tetraplegie hatte ich, aber nicht komplett, weil kein Halswirbel-Bruch mit Verletzung des Rückenmarks vorlag. Das Rückenmark war traumatisiert und ich konnte erst mal weder Arme noch Beine bewegen. In Duisburg lernte ich wieder zu laufen, zumindest die grobe Bewegung des Laufens. Seitdem ich im NTC bin, läuft es im wahrsten Sinne des Wortes wieder besser. Ich habe gelernt, wieder sicher, eigenständig und ohne Rollator zu laufen. Anfangs konnte ich noch nicht mal vom Bahnhof zum NTC gehen, die Strecke war einfach zu lang. Außerdem wurden die Arme und Hände im NTC trainiert. Ich konnte mein Essensbesteck nicht halten, geschweige denn mir die Schuhe zu binden oder meine Hemden auf- und zuknöpfen.

Welche Therapien haben Sie erhalten und in welcher Intensität?

BF: Bei mir wurden verschiedene Therapien angewandt. Ergo- und Physiotherapie, aber auch PC-Training für die Feinmotorik. Je nach Tagesplan hatte ich mal mehr Ergo-, mal mehr Physiotherapie. Manchmal durfte ich mich auch auf dem Hydro-Jet entspannen, einer Massageleige, die mit Wasserdruck arbeitet. Das war der beste Part der Therapie. Später konnte ich auch mit der Nordic Walking-Gruppe raus gehen. Gerade hier im Kunibertsviertel ist das sehr schön, immer mit dem Rhein und dem Dom im Bloick. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Therapie mit dem Armeo. Der Armeo hat mich immer wieder gefordert. Es ist ein Gerät, in das der Arm gelegt wird, der trainiert werden soll. Auf einem Monitor erscheinen Aufgaben, die mit der Armbewegung gelöst werden sollen. Der Spieltrieb wird geweckt. Ich hab mit dem Gerät Bewegungen geschafft, die ich mir vorher nicht zugetraut hätte.

Wie lange waren Sie in Behandlung?

BF: Insgesamt war ich über ein Jahr im NTC in Behandlung. Jetzt bin ich nur noch zur Nachbetreuung im NTC.

Wie hat Ihnen der Aufenthalt im NTC insgesamt gefallen?

BF: Ich hab mich insgesamt sehr wohlgefühlt, die Therapeuten waren sehr nett und ich wurde gut therapiert.

Was haben Sie in dieser Zeit gelernt?

BF: Als ich ins NTC kam, hatte ich 4 Monate stationäre Reha in Duisburg hinter mir. Ich war froh, dass ich ambulant behandelt werden konnte. Tagsüber in der Reha und abends in meinem gewohnten Umfeld mit der Familie. Und ich hab hier wieder laufen gelernt und auch meine Feinmotorik wieder trainiert. Als Optikermeister freut mich das natürlich besonders, auch wenn es da immer noch ein bisschen Optimierungsbedarf gibt, aber es wird Stück für Stück ein bisschen besser.

Vielen Dank fürs Gespräch!

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